Liebe Freundinnen und
Freunde,
Ihr seid auf unserer Seite
gelandet, weil Ihr Euch für Intimpiercing, Zeremonien oder Branding
interessiert.
Bodymodification (Körperveränderung) mit Piercing, Branding,
Tattoo etc. ist immer mit einem Eingriff in die körperliche Unversehrtheit
verbunden. Daher bedarf ein solcher Eingriff, soll er eine nicht
strafbare Körperverletzung sein, Eurer schriftlichen Einwilligung.
Diese setzt voraus, dass Ihr volljährig seid. Mit dieser Einwilligung
übernehmt Ihr die Verantwortung für die möglichen Folgen,
wie Entzündungen, Herauswachsen des Piercings, Narbenbildung, dauerhafte
Schäden. Der Piercer/Brander haftet nur für die ordnungsgemäße
Ausführung seiner Tätigkeit. Pflegefehler gehen zu Euren Lasten.
Übrigens, auch wenn es mißverständliche Zeitungsmeldungen
gegeben hat: Natürlich übernimmt Eure Krankenkasse die Behandlung
von Infektionen etc. Die Krankenkasse bezahlt aber nicht für Narbenkorrekturen
oder das Entfernen von Tätowierungen und anderen künstlichen
Körperveränderungen.
Auswahl eines
Piercers/Branders
Hierbei gilt es zu Eurer Sicherheit ein paar Sachen zu beachten:
1. Schaut Euch den Laden an, fühl Ihr Euch
wohl da? Mögt Ihr denjenigen oder diejenige, die Ihr an Euren Körper
heranlaßt? Findet Ihr die Atmosphäre angenehm?
2. Fragt nach dem hygienischen Standard des Ladens. Wirkt der Laden
sauber auf Euch? Gibt es ein aktuelles Zertifikat über die letzte
Kontrolle des Sterilisators?
3. Laßt Euch den Ablauf eines Piercings/Brandings erklären.
Und wenn Ihr etwas nicht versteht, fragt nach! Es ist schließlich
Euer Körper.
4. Habt Ihr die Möglichkeit Euren Liebsten/Eure Liebste zum Händchenhalten
mitzubringen? Dürft Ihr während des Piercens oder Brandens
Eure Lieblings-CD hören? Sind Erinnerungsfotos möglich?
5. Ist der Bereich, in dem gepierct/gebrandet wird, so gelegen, daß
Ihr in Eurer Intimität geschützt seid?
6. Einmalmaterialien wie Kanülen, Handschuhe, Tupfer etc. sind
eine Selbstverständlichkeit, aber wird der Schmuck vor dem Einsatz
auch sterilisiert?
7. Gibt es Leute aus Euerem Bekanntenkreis, die schon Erfahrungen mit
dem Studio Eurer Wahl gemacht haben? Und wie sehen die aus? Fühlten
die sich dort gut aufgehoben, fachkundig behandelt?
Der Einsatz von Körperschmuck
ist etwas, daß man sich gründlich überlegt haben sollte.
Verlorene Wetten, spontane Entschlüsse in benebeltem Zustand, Mutproben
oder ein "mal sehen" sind keine guten Voraussetzungen für die ordnungsgemäße
Heilung. Daher können wir auch nur dringend von sogenannten ambulanten
Piercern (z.B. bei Straßenfesten, Messen etc.) abraten. Geht lieber
in ein richtiges Studio, dann ist eine Nachsorge auch sicher gewährleistet.
Noch ein paar Worte
zum Thema Ärzte:
Ja es gibt Ärzte, die Piercings machen. Das kann gut gehen, denn
es gehört ja eigentlich nicht zu den typischen Aufgaben eines Arztes.
Wirklich Ahnung von Materialkunde und einen reichen Erfahrungsschatz
zum Thema Piercing haben sie meistens nicht.
Es gibt Ärzte, die nehmen zum Piercen ein Skalpell oder setzen
Aluminiumringe ein. Aber natürlich gibt es auch unter den Piercingstudios
"schwarze Schafe".
Zu den speziellen Möglichkeiten
von Stahl Stich/Kiss of Fire:
Stahl Stich hat wegen seiner speziellen Erlaubnis durch das Gesundheitsamt
(keine Laufkundschaft) die Möglichkeit die Piercings (und Brandings)
in Wohnzimmeratmosphäre oder bei Euch privat zuhause
zu machen. Partnerinnen und Partner sind genauso willkommen, wie die
Frage nach Fotos während des Piercings/Brandings. Gegen einen Aufpreis
plus Taxispesen kommen wir gerne zu Euch nach Hause um in einer Euch
vertrauten Atmosphäre zu arbeiten.
Für diejenigen, die einen besonderen Rahmen für Ihr Erlebnis
wünschen, entwickeln wir gerne mit Euch gemeinsam kleinere oder
größere Zeremonien, die je nach Aufwand
extra berechnet werden. Auch die Hilfe bei großen Inszenierungen
wie einer SM-Hochzeit können wir Euch anbieten.
Und die Lieblings-CD könnt
Ihr selbstverständlich gerne mitbringen.
Unsere Adresse erfahrt Ihr erst bei Eurer Terminabsprache - wir sitzen
2 Minuten von der Reeperbahn entfernt. Der Grund, warum wir die Adresse
hier nicht erwähnen ist, daß wir keine Laufkundschaft wollen
(s.o.).
Wir setzen nur Titanschmuck beim Ersteinsatz ein - im allgemeinen mit
1,6 bzw 2.0 mm Drahtstärke. Unter bestimmten Voraussetzungen kann
die Drahtstärke für den Ersteinsatz auch 2,5 oder 3,0 mm betragen.
Das empfiehlt sich trotz der dickeren Nadel immer bei Prince Albert
Piercings, die nur Andrea macht.
Nachsatz: Frauen, die Haustiere wie Katzen und Hunde
halten, können unter Umständen bei einem Brustwarzenpiercing
mit Spätkomplikationen durch Infektion des Drüsengewebes rechnen.
Ausschlaggebend ist der enge Umgang mit den Tieren. Deswegen raten wir
nach Rücksprache auch schon mal von diesem Piercing ab.
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